Individuelle GesundheitsLeistungen

für Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)

Gesetzliche Grundlagen zum Verständnis

  

Die Basis für das Vertragsarztrecht sind das Sozialgesetzbuch V (SGB V), der Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMÄ), die Ausführungsbestimmungen der eigenen Kassenärztlichen Vereinigung (KV) sowie die Berufsordnung Ärzte (BO). Jeder Vertragsarzt ist verpflichtet, diese Bestimmungen einzuhalten. Das gilt für junge wie alte und für reiche wie arme Kassenpatienten. Bei Verstößen ist mit Anzeigen und Disziplinar- und Geldstrafen zu rechnen.

  

Das Sozialgesetzbuch verpflichtet den Kassenarzt, Patienten entsprechend dem Stand des medizinischen Wissens zu behandeln (§§ 2, 70, 72) unter Berücksichtigung des Wirtschaftlichkeitsgebotes (ausreichend, zweckmäßig, das notwendige Maß nicht überschreitend) § 92 SGB V.

  

Kurative Leistungen dürfen nur zur Diagnostik oder Therapie einer Krankheit zu Lasten der gesetzlichen Krankankasse erfolgen. Oder anders ausgedrückt: ohne Krankheit keine Diagnostik und keine Therapie, auch kein Rezept auf Krankenkasse. Wünsche nach Untersuchungen oder Verordnungen außerhalb dieses Bereiches (z.B. für Kindergarten, Schule, Sportverein, Urlaub, Haus-/Urlaubsapotheken, "brauche ich vorab mal falls das Kind vielleicht...bekommt) sind zu Lasten der GKV absolut unzulässig und müssen privat erfolgen und den Betroffenen nach den Grundsätzen der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet werden!

 

Derartige Leistungen zu Lasten der GKV dürfen Kassenpatienten nicht fordern, die Ärzte nicht erbringen und die gesetzlichen Kassen nicht bezahlen!


Insbesondere weisen wir ausdrücklich darauf hin, daß aus diesem Grund auch vorab ohne Rücksprache mit uns selbst gekaufte Medikamente keinesfalls nachträglich auf einem Kassenrezept nachverordnet werden dürfen!


IGeL in unserer Praxis

  

Sicher gibt es auch über den Erstattungsbereich der gesetzlichen Krankenkassen hinaus medizinisch wirklich sinnvolle Untersuchungen oder Therapien, bzw. benötigen Sie andere Leistungen, die die GKV nicht erstattet (Auszug hierzu auch unter unseren Leistungen). Diese Wünsche wollen wir gerne erfüllen, müssen uns dabei aber immer strikt an die gesetzlichen Vorgaben halten.

  

Aus diesem Grund sind wir verpflichtet, mit Ihnen vor der Erbringung solcher Wunschleistungen einen schriftlichen Behandlungsvertrag zu dem von Ihnen angeforderten Leistungsumfang mit Hinweis auf die nicht mögliche Kostenerstattung durch Ihre Krankenkasse abzuschließen. Für die Sonderleistungen ist eine strikte Trennung zwischen einem Termin zur allgemeinen Behandlung und einer nicht kassenpflichtigen Leistung einzuhalten.

  

Die Ihnen unmittelbar nach Behandlung ausgestellte Rechnung nach GOÄ ist im Anschluß an die Behandlung für solche Leistungen unmittelbar in bar zu begleichen. Andere, insbesondere spätere Zahlungsmethoden müssen wir für diese Leistungen ausschließen.